Montag, 20. Juli 2026

Die Reise über den Regenbogen - ein Märchen nicht nur für Erwachsene -

Die Reise über den Regenbogen

ein gemaltes bild mit tanzenden menschen unter dem regenbogen

Ein Märchen, nicht nur für Erwachsene

Kurzfassung meines Taschenbuches

Episode 1

Das Land im Schatten

Niemand wusste mehr, wann das Land seine Seele verloren hatte.

Die Menschen standen früh auf, arbeiteten hart und gingen dennoch jeden Abend mit dem Gefühl schlafen, dass ihnen jemand den Tag gestohlen hatte. Die Straßen waren voller Hast, die Gesichter voller Misstrauen. Hinter jedem freundlichen Lächeln vermutete man eine Absicht, hinter jedem Versprechen eine Lüge.

Die Mächtigen predigten Bescheidenheit, während sie in Palästen lebten. Sie sprachen von Gerechtigkeit und verteilten doch die Schätze des Landes an ihre Freunde.

Mit jedem neuen Gesetz wurde das Leben komplizierter, mit jeder Wahl die Hoffnung kleiner.

Die Reichen wurden reicher. Die Armen immer ärmer. Und die Ehrlichen fragten sich immer häufiger, ob Ehrlichkeit nicht längst ein Fehler geworden war.

Kriminelle wurden zu Vorbildern. Neid vergiftete Nachbarschaften. Gier zerstörte Familien.

Jeder glaubte, zuerst an sich selbst denken zu müssen, bevor er an andere dachte.

Nur wenige Menschen bewahrten tief in ihrem Herzen etwas, das längst aus der Mode gekommen war: Mitgefühl.

Zu ihnen gehörten die alte Lehrerin Elisa, der Krankenpfleger David, die Bäckerin Miriam, der zwölfjährige Jonas und einige andere, die kaum jemand bemerkte.

Sie alle hatten etwas gemeinsam.

Sie hatten trotz aller Enttäuschungen nicht aufgehört, an das Gute zu glauben.

Doch sie ahnten nicht, dass sich ihr Leben bald für immer verändern würde.

Episode 2

Das Unwetter

Eines Nachmittags verdunkelte sich der Himmel.

Ein Sturm zog auf, wie ihn selbst die ältesten Menschen noch nie erlebt hatten. Blitze rissen die Wolken auseinander. Donner ließ die Erde erzittern. Flüsse traten über ihre Ufer, Dächer flogen davon, und für eine Nacht schien es, als wolle die Welt sich selbst auslöschen.

Als am Morgen die Sonne durchbrach, wagten sich die Menschen vorsichtig nach draußen.

Da geschah das Unfassbare.

Über dem ganzen Land spannte sich der größte und leuchtendste Regenbogen, den jemals ein Mensch gesehen hatte.

Seine Farben schimmerten nicht nur am Himmel. Sie schienen zu leben.

Viele liefen zu ihm, angelockt von seiner Schönheit. Doch nur ganz wenige konnten ihn überhaupt betreten.

Denn dort, wo die sieben Farben den Boden berührten, stand eine alte Frau mit silberweißem Haar.

Ihre Augen wirkten jünger als die jedes Kindes.

Sie lächelte, als hätte sie auf genau diesen Tag seit Jahrhunderten gewartet.

Episode 3

DieHüterin des Regenbogens

„Willkommen“, sagte die alte Frau.

„Wer seid Ihr?“, fragte David.

„Man nennt mich bei vielen Namen. Weise. Hüterin. Träumerin. Doch Namen sind unwichtig.“

Jonas fragte:

„Wohin führt der Regenbogen?“

„Zu einem anderen Land.“

„Ein Paradies?“

Die alte Frau schüttelte langsam den Kopf.

„Nein. Ein Land, in dem Menschen jeden Tag neu entscheiden, gut zu sein.“

Einige Zuhörer lachten.

„Gibt es dort Gold?“

„Nein.“

„Gibt es Reichtum?“

„Nur den, den man miteinander teilt.“

„Gibt es Macht?“

„Nur Verantwortung.“

Da drehten sich viele um und gingen wieder.

Die alte Frau lächelte traurig.

„Sie suchen keinen neuen Anfang. Sie suchen nur ein bequemeres Leben.“

Episode 4

Die Prüfung

Doch es kamen immer mehr Menschen.

Aber niemand durfte einfach über den Regenbogen gehen.

Die alte Frau stellte jedem nur eine einzige Frage.

Nicht mit Worten.

Sie blickte den Menschen in die Augen.

Manche hielten ihrem Blick keine Sekunde stand. Andere sahen plötzlich Bilder aus ihrem eigenen Leben.

Vergessene Versprechen. Verletzte Freunde. Selbstlose Taten. Feige Entscheidungen. Lügen.

Manche begannen zu weinen. Andere wurden wütend.

Wer nur Gier im Herzen trug, sah den Regenbogen langsam verblassen, bis er schließlich verschwand.

Für diese Menschen existierte er nicht mehr.

Doch wer Reue kannte, wer Mitgefühl besaß oder bereit war, Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen, für den wurden die Farben heller.

Elisa trat einen Schritt vor.

Die alte Frau nickte.

„Du darfst gehen.“

Nach und nach folgten David, Miriam, Jonas und viele andere.

Nicht die Klügsten.

Nicht die Reichsten.

Nicht die Mächtigsten.

Sondern jene, deren Herz noch nicht vollständig verhärtet war.

Episode 5

Das Land hinter den Farben

Der Weg über den Regenbogen war länger, als jeder erwartet hatte.

Unter ihnen lagen Wolken. Über ihnen leuchteten Sterne, obwohl die Sonne schien.

Als sie schließlich das andere Ende erreichten, fanden sie keine goldenen Städte.

Keine Paläste. Keine Villen.

Nur ein friedliches Tal.

Kinder spielten ohne Angst. Türen standen offen. Niemand schloss sein Fahrrad oder Auto ab.

Auf den Feldern arbeiteten Menschen gemeinsam und lachten dabei.

Die Häuser waren einfach. Doch aus jedem Fenster fiel warmes Licht.

„Warum gibt es hier keine Wachen?“, fragte David.

Ein alter Mann antwortete:

„Wer seinen Nachbarn schützt, braucht kaum Soldaten.“

„Und eure Politiker?“

„Sie verwalten nur.“

„Und wer herrscht über das Land?“

Der Mann lächelte.

„Das Gewissen.“

Episode 6

Die Entscheidung

Nicht alle Neuankömmlinge konnten bleiben.

Denn auch hier galt eine einfache Regel: Jeder musste täglich entscheiden, welcher Mensch er sein wollte.

Einige vermissten den alten Luxus. Andere wollten Macht gewinnen.

Sie begannen erneut zu lügen.

Der Regenbogen erschien über ihren Köpfen.

Wer sich bewusst für Habgier entschied, fand sich am nächsten Morgen wieder im alten Land.

Nicht als Strafe.

Sondern weil jeder Mensch dort lebt, wo sein Herz zu Hause ist.

Die anderen lernten langsam, dass Glück nichts war, das man besitzen konnte.

Es entstand immer dann, wenn Menschen füreinander Verantwortung übernahmen.

Episode 7

Die Reise geht weiter

Viele Jahre später fragte Jonas, inzwischen selbst ein alter Mann, die Hüterin:

„Wird der Regenbogen eines Tages verschwinden?“

Die weise Frau sah zum Himmel.

„Nein.“

„Dann werden irgendwann alle Menschen hierherkommen?“

Sie lächelte.

„Der Regenbogen ist keine Brücke zwischen zwei Ländern.“

„Was ist er dann?“

„Eine Brücke zwischen zwei Herzen.“

Jeder Mensch trägt beide Länder in sich.

Das dunkle.

Und das helle.

Mit jeder Entscheidung baut er an dem Land, in dem seine Kinder eines Tages leben werden.

In diesem Augenblick erschien über beiden Ländern derselbe Regenbogen.

Manche sahen nur die Farben.

Andere erkannten darin Hoffnung.

Und ganz wenige begriffen, dass die Reise über den Regenbogen niemals mit einem einzigen Schritt begann.

Sondern mit einer einzigen guten Entscheidung.


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Vitamin D Mangel Teil – Das unterschätzte Gesundheitsproblem, das Menschen jeden Alters betreffen kann.

Vitamin D nimmt unter den Vitaminen eine besondere Stellung ein.

vitamin d. foto: dietmar hofschen
Der Körper kann es mithilfe von Sonnenlicht selbst bilden. Gleichzeitig spielt Vitamin D eine wichtige Rolle für den Calcium- und Phosphatstoffwechsel, die Knochen, die Muskelfunktion und das Immunsystem. (DGE)

Doch was passiert, wenn der Körper nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt ist? Wer gehört zu den Risikogruppen und wie lässt sich die Vitamin-D-Versorgung sinnvoll unterstützen?vitamin D

In diesem Artikel erfahren Sie,

was Vitamin D ist, welche Aufgaben es im Körper übernimmt, welche Menschen ein erhöhtes Risiko für eine Unterversorgung haben und was Sie im Alltag für eine gute Vitamin-D-Versorgung tun können.

Hinweis:

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung oder individuelle medizinische Beratung.

Was ist Vitamin D eigentlich?

Vitamin D unterscheidet sich von vielen anderen Vitaminen. Unser Körper kann es unter dem Einfluss von UVB-Strahlung selbst in der Haut bilden. Deshalb wird Vitamin D häufig auch als „Sonnenvitamin“ bezeichnet.

Anschließend wird Vitamin D im Körper weiter verarbeitet und in seine biologisch wirksamen Formen umgewandelt.

Auch über die Ernährung lässt sich Vitamin D aufnehmen. Allerdings ist der Anteil der Ernährung an der Vitamin-D-Versorgung unter normalen Bedingungen vergleichsweise gering. Zu den Lebensmitteln, die Vitamin D enthalten, gehören unter anderem

Fettfische, Eier und einige Speisepilze. (DGE)

Die wichtigste natürliche Quelle ist daher die körpereigene Bildung durch Sonnenlicht.

Warum ist Vitamin D so wichtig?

Vitamin D erfüllt im Körper verschiedene Aufgaben.

Es trägt unter anderem bei zu:

  • einer normalen Funktion des Immunsystems,

  • der Erhaltung normaler Knochen,

  • der Erhaltung normaler Zähne,

  • einer normalen Muskelfunktion,

  • einer normalen Aufnahme und Verwertung von Calcium und Phosphor.

Vitamin D reguliert den Calcium- und Phosphatstoffwechsel und trägt dadurch zur Erhaltung gesunder Knochen bei. Auch für die Muskelfunktion spielt der Nährstoff eine Rolle. (DGE)

Damit wird deutlich: Vitamin D ist weit mehr als ein Nährstoff, der ausschließlich mit Knochen in Verbindung gebracht wird.

Vitamin-D-Mangel:

Wie entsteht eine Unterversorgung?

Eine unzureichende Vitamin-D-Versorgung entsteht häufig nicht plötzlich.

Entscheidend ist, wie viel Vitamin D der Körper über die Haut bildet und wie viel über die Ernährung aufgenommen wird. Die körpereigene Bildung hängt unter anderem von Jahreszeit, Tageszeit, Breitengrad, Hauttyp, Kleidung und Aufenthaltsdauer im Freien ab. (DGE)

In Deutschland ist die UVB-Strahlung insbesondere in den Wintermonaten häufig nicht stark genug, um ausreichend Vitamin D in der Haut zu bilden. Der Körper kann jedoch Vitamin D speichern und diese Reserven während des Winters nutzen. (DGE)

Hinzu kommt der moderne Alltag:

Viele Menschen verbringen einen großen Teil des Tages in geschlossenen Räumen – im Büro, in der Schule, an der Universität oder im Homeoffice.

Welche Symptome kann ein Vitamin-D-Mangel verursachen?

Ein Vitamin-D-Mangel kann gesundheitliche Folgen haben.

Müdigkeit, Erschöpfung, Konzentrationsprobleme oder eine schlechte Stimmung sind jedoch keine eindeutigen Beweise für einen

Vitamin-D-Mangel.

Solche Beschwerden können zahlreiche andere Ursachen haben.

Bei einem ausgeprägten Vitamin-D-Mangel können dagegen unter anderem Probleme mit der Knochen- und Muskelgesundheit auftreten.

Deshalb gilt:

Wer über längere Zeit Beschwerden hat, sollte nicht einfach von einem Vitamin-D-Mangel ausgehen, sondern die möglichen Ursachen ärztlich abklären lassen.

Der Vitamin-D-Status lässt sich anhand der Konzentration von

25-Hydroxyvitamin D (25-OH-D) im Blut beurteilen. Die DGE verwendet unter anderem 50 nmol/l als Orientierung für eine wünschenswerte Versorgung im Hinblick auf die Knochengesundheit; das Bundesinstitut für Risikobewertung weist zugleich darauf hin, dass die Bewertung konkreter Serumwerte wissenschaftlich differenziert betrachtet werden muss. (DGE)

Wer hat ein erhöhtes Risiko für eine Vitamin-D-Unterversorgung?

Grundsätzlich kann die Vitamin-D-Versorgung bei jedem Menschen unzureichend sein. Bestimmte Personengruppen haben jedoch ein erhöhtes Risiko.

Menschen, die wenig Zeit im Freien verbringen

Wer sich nur selten im Freien aufhält oder den Körper beim Aufenthalt im Freien weitgehend bedeckt, hat weniger Möglichkeiten zur körpereigenen Vitamin-D-Bildung.

Das kann beispielsweise Menschen betreffen, die überwiegend im Büro oder im Homeoffice arbeiten.

Ältere Menschen

Mit zunehmendem Alter nimmt die Fähigkeit der Haut ab, Vitamin D zu bilden. Gleichzeitig sind ältere Menschen möglicherweise weniger im Freien. Die DGE nennt insbesondere ältere, mobilitätseingeschränkte, chronisch kranke und pflegebedürftige Menschen als Risikogruppen. (DGE)

Menschen mit dunkler Haut

Die Pigmentierung der Haut beeinflusst die Vitamin-D-Bildung unter UVB-Strahlung. Menschen mit dunklerer Haut können deshalb unter bestimmten Bedingungen ein höheres Risiko für eine unzureichende Vitamin-D-Versorgung haben. (DGE)

Menschen mit bestimmten Erkrankungen

Bestimmte Erkrankungen oder gesundheitliche Probleme können ebenfalls die Vitamin-D-Versorgung beeinflussen.

Wenn ein entsprechendes Risiko besteht, kann eine ärztliche Beratung sinnvoll sein.

Vitamin D und das Immunsystem

Vitamin D trägt zu einer

normalen Funktion des Immunsystems bei. Deshalb wird das Vitamin D besonders in der kalten Jahreszeit häufig thematisiert. (DGE)

Dabei sollte man jedoch zwischen einer normalen Versorgung und einer zusätzlichen Einnahme unterscheiden.

Eine Vitamin-D-Einnahme ist

kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf, Bewegung oder andere Maßnahmen eines gesunden Lebensstils.

Auch die Aussage, dass Vitamin-D-Präparate grundsätzlich vor Erkältungen oder anderen Krankheiten schützen, lässt sich aus der aktuellen Datenlage nicht pauschal ableiten.

Warum auch junge Menschen auf Vitamin D achten sollten

Vitamin D ist kein Thema, das ausschließlich ältere Menschen betrifft.

Auch jüngere Erwachsene können zu wenig Vitamin D bilden, wenn sie sich nur selten im Freien aufhalten.

Wer beispielsweise den größten Teil des Tages in Innenräumen verbringt, hat weniger Gelegenheit zur körpereigenen Vitamin-D-Bildung.

Dabei geht es nicht darum, möglichst lange in der Sonne zu bleiben.

vitamin d. fotograf. dietmar hofschen
Regelmäßige Bewegung im Freien ist vielmehr eine einfache Möglichkeit, Tageslicht und körperliche Aktivität miteinander zu verbinden.

Wie kann man die Vitamin-D-Versorgung unterstützen?

Eine gute Vitamin-D-Versorgung lässt sich nicht mit einem einzigen Trick erreichen.

Sinnvoll sind mehrere Bausteine:

1. Regelmäßig ins Freie gehen

Die körpereigene Vitamin-D-Bildung wird durch UVB-Strahlung ausgelöst.

Wie viel Sonnenlicht dafür benötigt wird, hängt unter anderem von Hauttyp, Jahreszeit, Tageszeit, geografischer Lage und Wetter ab. Deshalb gibt es keine pauschal gültige Sonnenzeit für alle Menschen. (DGE)

Wichtig:

1.Ein Sonnenbrand sollte unbedingt vermieden werden.

Bei längerem Aufenthalt im Freien sind geeignete Schutzmaßnahmen wie Kleidung, Schatten und Sonnenschutz sinnvoll. (Bundesinstitut für Risikobewertung)

2. Vitamin-D-haltige Lebensmittel auswählen

Vitamin D kommt in vergleichsweise wenigen Lebensmitteln in größeren Mengen vor.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Lachs und andere Fettfische

  • Eier

  • bestimmte Speisepilze

Eine abwechslungsreiche Ernährung bleibt die wichtigste Grundlage einer guten Nährstoffversorgung. (DGE)

3. Bewegung mit Tageslicht verbinden

Ein Spaziergang, eine Wanderung oder eine Fahrradtour verbindet zwei sinnvolle Gewohnheiten:

körperliche Aktivität und Aufenthalt im Freien.

Dabei muss es nicht immer Sport sein.

Auch ein täglicher Spaziergang kann eine gute Möglichkeit sein, mehr Bewegung in den Alltag zu bringen.

4. Bei Risikofaktoren ärztlichen Rat einholen

Wenn ein erhöhtes Risiko für eine Vitamin-D-Unterversorgung besteht, kann eine ärztliche Beratung sinnvoll sein.

Ob eine Blutuntersuchung oder eine Nahrungsergänzung erforderlich ist, sollte individuell entschieden werden.

Braucht man Vitamin-D-Präparate?

Nicht jeder Mensch benötigt automatisch ein Vitamin-D-Präparat.

Die DGE empfiehlt eine Supplementierung insbesondere dann, wenn eine ausreichende

Versorgung weder durch die Ernährung noch durch die körpereigene Bildung erreicht werden kann und eine entsprechende Risikosituation besteht. (DGE)

Für Erwachsene ab 65 Jahren nennt die DGE bei fehlender ausreichender körpereigener Bildung einen Schätzwert von

800 IE beziehungsweise 20 µg Vitamin D täglich.

Auch hier sollte die individuelle Situation berücksichtigt werden. (DGE)

Von einer eigenständigen Einnahme hoch dosierter Vitamin-D-Präparate ist abzuraten.

Denn auch bei Vitaminen gilt:

Mehr ist nicht automatisch besser.

Eine dauerhafte übermäßige Einnahme kann gesundheitliche Risiken mit sich bringen. (DGE)

Fazit: Vitamin D bewusst im Blick behalten

Vitamin D übernimmt wichtige Aufgaben im Körper. Es trägt zur Erhaltung normaler Knochen und Zähne, zur normalen Muskelfunktion und zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.

Eine ausreichende Versorgung hängt dabei nicht nur von der Ernährung ab. Sonnenlicht und die körpereigene Vitamin-D-Bildung spielen eine besonders wichtige Rolle.

Wer regelmäßig Zeit im Freien verbringt, sich ausgewogen ernährt und mögliche Risikofaktoren kennt, kann seine Vitamin-D-Versorgung sinnvoll unterstützen.

Bei länger anhaltenden Beschwerden oder einem erhöhten Risiko für eine Unterversorgung ist es sinnvoll, ärztlichen Rat einzuholen.

Vitamin D ist wichtig – aber auch hier gilt: Eine gute Gesundheit entsteht nicht durch einen einzelnen Nährstoff, sondern durch das Zusammenspiel vieler Faktoren.


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Sonntag, 19. Juli 2026

Fit und mobil ab 65+: Wandern, Spazieren gehen und die Freude an der Fotografie

Die Natur ruft!

wandern und spazierengehen
Es gibt kaum etwas Schöneres, als an einem sonnigen Nachmittag oder an einem klaren Morgen die bequemen Schuhe zu schnüren und nach draußen zu gehen.

Für viele Menschen ist Bewegung an der frischen Luft ein fester Bestandteil des Alltags. Doch wie wäre es, wenn der tägliche Spaziergang oder die kleine Wanderung noch ein wenig spannender wird?

Die Lösung passt in fast jede Jackentasche: eine Kamera.

Die Kombination aus gemütlichem Wandern und Fotografie ist ein wunderbares Hobby. Sie verbindet Bewegung mit Kreativität und lädt dazu ein, die eigene Umgebung bewusster wahrzunehmen.

In diesem Beitrag erfahren Sie,

warum sich Wandern und Fotografieren so gut ergänzen und wie Ihnen mit einfachen Mitteln schöne Naturfotos gelingen können.

Die doppelte Portion Abwechslung: Bewegung trifft Kreativität

Spazierengehen und Wandern sind einfache Möglichkeiten, Bewegung in den Alltag zu integrieren. Regelmäßige körperliche Aktivität kann unter anderem die Ausdauer und die allgemeine körperliche Fitness unterstützen.

Trotzdem fehlt manchmal die Motivation, besonders wenn das Wetter nicht mitspielt oder die gewohnte Strecke langsam eintönig wird.

Genau hier kommt die Fotografie ins Spiel.

Eine Kamera kann zu einem kleinen Motivationsschub werden. Plötzlich gehen Sie nicht mehr nur spazieren, sondern begeben sich auf eine Entdeckungsreise.

Das Ziel ist nicht mehr ausschließlich das Ende des Weges, sondern das nächste interessante Motiv.

Ein knorriger alter Baum, ein bunter Schmetterling am Wegesrand, ein ungewöhnlicher Stein oder das sanfte Licht der späten Nachmittagssonne – wer mit offenen Augen durch die Natur geht, entdeckt oft Dinge, die sonst leicht übersehen werden.

Achtsamkeit durch die Linse

Fotografieren kann dazu beitragen, die Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment zu lenken.

Sobald Sie durch den Sucher oder auf das Display Ihrer Kamera schauen, konzentrieren Sie sich auf das Motiv. Sie achten auf Licht, Farben, Formen und Strukturen in Ihrer Umgebung.

Die Suche nach dem passenden Bildausschnitt sorgt außerdem ganz automatisch dafür, dass Sie Ihr Tempo verlangsamen.

Sie bleiben stehen, wechseln die Perspektive oder gehen vielleicht ein wenig in die Knie.

So wird aus einem gewöhnlichen Spaziergang eine abwechslungsreiche Beschäftigung, bei der Bewegung, Beobachtung und Kreativität miteinander verbunden werden.

Gerade für Menschen ab 65 kann das eine schöne Möglichkeit sein, Spaziergänge bewusster zu gestalten und neue Freude an der eigenen Umgebung zu entdecken.

Die ideale Ausrüstung für entspannte Fotospaziergänge

Für einen entspannten Fotospaziergang gilt eine einfache Regel:

Weniger ist mehr.

Sie benötigen nicht unbedingt eine große und schwere Kameraausrüstung. Eine leichte Kompaktkamera, eine handliche Systemkamera oder sogar ein modernes Smartphone reichen für den Anfang vollkommen aus.

Wichtig ist vor allem, dass die Kamera gut in der Hand liegt und Sie sie gerne benutzen.

Ein Zoom kann praktisch sein, wenn Sie weiter entfernte Tiere, Pflanzen oder interessante Details fotografieren möchten.

Bequeme Schuhe sind wichtiger als teure Ausrüstung

Beim Wandern sollte die passende Kleidung nicht unterschätzt werden. Bequeme, gut eingelaufene Schuhe mit einem geeigneten Profil können dazu beitragen, sicher und komfortabel unterwegs zu sein.

Wer abseits befestigter Wege fotografieren möchte, sollte besonders auf einen sicheren Untergrund achten. Beim Fotografieren lohnt es sich nicht, für ein Motiv unnötige Risiken einzugehen.

Für die Kleidung bietet sich der bewährte Zwiebellook an. Mehrere dünne Schichten lassen sich bei wechselnden Temperaturen flexibel anpassen.

In der Tasche können außerdem folgende Dinge Platz finden:

  • Ersatzakku oder Powerbank

  • zusätzliche Speicherkarte

  • kleines Mikrofasertuch für die Kameralinse

  • Trinkflasche

  • kleiner Snack

  • voll aufgeladenes Smartphone

Je nach Strecke und Wetter können außerdem Regenkleidung, Sonnenschutz oder eine kleine Erste-Hilfe-Ausrüstung sinnvoll sein.

foto: dietmar hofschen
Praktische Tipps für schöne Naturfotos

Sie müssen kein Profifotograf sein, um schöne Erinnerungen festzuhalten.

Schon einige einfache Grundregeln können dabei helfen, Naturfotos interessanter zu gestalten.

Das richtige Licht nutzen

Besonders angenehm ist das Licht am frühen Morgen oder am späten Nachmittag.

Dann steht die Sonne tiefer und das Licht wirkt häufig weicher. Landschaften, Bäume und Pflanzen können dadurch eine besonders stimmungsvolle Wirkung bekommen.

Die harte Mittagssonne kann dagegen starke Kontraste und deutliche Schatten erzeugen.

Das bedeutet nicht, dass man mittags keine guten Fotos machen kann. Es lohnt sich lediglich, auf die Lichtverhältnisse zu achten.

Die Perspektive verändern

Fotografieren Sie nicht immer nur aus Augenhöhe.

Gehen Sie bei einem sicheren Untergrund beispielsweise etwas in die Hocke, um eine Blume oder einen Pilz aus einer niedrigeren Perspektive aufzunehmen.

Oder suchen Sie sich eine kleine Anhöhe, um einen interessanten Überblick über einen Weg oder eine Landschaft zu bekommen.

Schon eine kleine Veränderung der eigenen Position kann ein Motiv völlig anders wirken lassen.

Probieren Sie verschiedene Perspektiven aus – und vergleichen Sie anschließend die Ergebnisse.

foto: dietmar hofschen
Auf den Hintergrund achten

Oft konzentriert man sich so sehr auf das Hauptmotiv, dass störende Elemente im Hintergrund übersehen werden.

Ein Straßenschild, ein Strommast, ein Mülleimer oder ein parkendes Auto können ein ansonsten schönes Naturfoto unruhig wirken lassen.

Manchmal genügt bereits ein kleiner Schritt zur Seite, um den Hintergrund deutlich harmonischer zu gestalten.

Auch die Position des Hauptmotivs spielt eine Rolle.

Statt das Motiv immer genau in der Mitte des Bildes zu platzieren, können Sie es etwas nach links oder rechts verschieben.

Dadurch kann das Foto dynamischer wirken.

Erinnerungen teilen und bewahren

Nach dem Spaziergang beginnt der zweite Teil des Vergnügens.

Machen Sie es sich mit einer Tasse Kaffee gemütlich und sehen Sie Ihre Fotos auf dem Computer, Tablet oder Smartphone durch.

Dabei müssen nicht alle Bilder dauerhaft gespeichert werden.

Sortieren Sie Ihre Aufnahmen aus und behalten Sie diejenigen, die Ihnen besonders gut gefallen.

Vielleicht entsteht daraus im Laufe der Zeit sogar ein persönliches Fototagebuch Ihrer Spaziergänge.

Sie können Ihre schönsten Bilder außerdem mit Freunden und Familie teilen oder ein kleines Fotoalbum erstellen.

So wird aus einem einzelnen Spaziergang eine Erinnerung, die noch lange erhalten bleibt.

Jeder Schritt lohnt sich

foto: dietmar hofschen
Wandern, Spazierengehen und Fotografieren ergänzen sich auf wunderbare Weise.

Die Kamera kann dazu motivieren, häufiger nach draußen zu gehen und die eigene Umgebung bewusster wahrzunehmen. Gleichzeitig bringt die Bewegung Abwechslung in den Alltag.

Dabei geht es gar nicht darum, den perfekten Schnappschuss zu machen.

Es geht um die Freude am Entdecken.

Um einen besonderen Sonnenstrahl zwischen den Bäumen. Um einen Vogel, der für einen Augenblick auf einem Ast sitzt. Um eine Blume am Wegesrand.

Und natürlich um die kleinen Glücksmomente, die man mit nach Hause nehmen kann.

Also: Schnappen Sie sich Ihre Kamera, ziehen Sie bequeme Schuhe an und entdecken Sie die Welt vor Ihrer Haustür neu.

Jeder Spaziergang kann zu einem kleinen Abenteuer werden – und vielleicht wartet schon hinter der nächsten Kurve Ihr schönstes Fotomotiv.

Viel Freude beim Wandern und allzeit gutes Licht!


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Freitag, 17. Juli 2026

Myelin: Was ist die Nervenisolierschicht und wie können Sie Ihr Nervensystem unterstützen?

Myelin ist eine besondere Schutz- und Isolierschicht unserer Nervenfasern. Sie hilft dabei, elektrische Signale schnell und zuverlässig weiterzuleiten. Doch was genau ist Myelin, welche Rolle spielt es für Gehirn und Nervensystem und welchen Einfluss haben Schlaf, Ernährung, Bewegung und geistige Aktivität?

In diesem Artikel erfahren Sie,

was Myelin ist, wie die Myelinscheide funktioniert und was Sie im Alltag für die Gesundheit Ihres Nervensystems tun können.

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung oder individuelle medizinische Beratung.

Was ist Myelin?

myelin
Myelin ist eine fettreiche Isolierschicht, die bestimmte Nervenfasern umgibt. Sie wird im zentralen Nervensystem vor allem von spezialisierten Zellen gebildet, den sogenannten Oligodendrozyten.

Vereinfacht lässt sich eine Nervenfaser mit einem elektrischen Kabel vergleichen: Das Axon entspricht dem Kabel, während die Myelinscheide eine isolierende Funktion übernimmt.

Diese Isolierung trägt dazu bei, dass elektrische Signale entlang der Nervenfasern schnell weitergeleitet werden können.

Myelin ist deshalb unter anderem für

Bewegung, Wahrnehmung, Koordination und verschiedene kognitive Funktionen

von Bedeutung. (PubMed Central (PMC)

Warum können Nervensignale so schnell weitergeleitet werden?

Die Myelinscheide umschließt das Axon nicht vollständig. Zwischen den einzelnen myelinisierten Abschnitten liegen kleine Unterbrechungen, die als Ranviersche Schnürringe bezeichnet werden.

Dadurch kann sich das elektrische Signal vereinfacht gesagt von einem Schnürring zum nächsten bewegen. Dieser Vorgang wird als saltatorische Erregungsleitung bezeichnet.

Das Ergebnis: Nervenimpulse können wesentlich schneller weitergeleitet werden als entlang eines nicht myelinisierten Axons.

Welche Rolle spielt Myelin für Gehirn und Nervensystem?

Myelin ist nicht einfach eine passive „Plastikhülle“ um die Nerven.

Die Myelinisierung beeinflusst, wie schnell und präzise Nervensignale weitergeleitet werden. Das spielt beispielsweise bei Bewegungsabläufen, Koordination und Lernen eine Rolle.

Interessant ist außerdem, dass Myelin keineswegs nur während der Kindheit entsteht. Forschungsergebnisse zeigen, dass auch im erwachsenen Gehirn neue myelinbildende Zellen entstehen können und dass Lernprozesse mit Veränderungen der Myelinisierung verbunden sein können. (PubMed Central (PMC))

Das macht das Thema auch im Erwachsenenalter interessant.

Kann man Myelin stärken?

Diese Frage wird im Internet häufig gestellt. Die Antwort ist etwas komplizierter, als es manche Gesundheitsartikel vermuten lassen.

Es gibt keine einzelne Ernährung, Tablette oder Übung, mit der sich Myelin einfach „aufbauen“ lässt.

Allerdings gibt es gute Gründe, allgemein auf Faktoren zu achten, die die Gesundheit von Gehirn und Nervensystem unterstützen.

Dazu gehören insbesondere:

  • eine ausgewogene Ernährung,

  • ausreichend Schlaf,

  • regelmäßige körperliche Aktivität,

  • geistige und motorische Herausforderungen,

  • sowie die Behandlung bestehender gesundheitlicher Risikofaktoren.

1. Ausgewogene Ernährung für die Nervengesundheit

Myelin enthält einen hohen Anteil an Lipiden, also Fetten. Das bedeutet jedoch nicht, dass möglichst viel Fett gegessen werden sollte.

Entscheidend ist vielmehr eine ausgewogene Ernährung mit einer ausreichenden Versorgung mit wichtigen Nährstoffen.

Besonders interessant sind dabei:

Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren sind Bestandteile von Zellmembranen und spielen eine wichtige Rolle für verschiedene Prozesse im Körper.

Gute Quellen sind beispielsweise:

  • fetter Seefisch wie Lachs oder Makrele,

  • Walnüsse,

  • Leinsamen,

  • Chiasamen.

Eine abwechslungsreiche Ernährung ist grundsätzlich sinnvoller als die Konzentration auf einen einzelnen „Superstoff“.

Vitamin B12

Vitamin B12 ist für das Nervensystem von großer Bedeutung. Ein ausgeprägter Vitamin-B12-Mangel kann neurologische Beschwerden verursachen und steht unter anderem mit Veränderungen der Nervenfunktion und der Myelinintegrität in Zusammenhang. (PubMed Central (PMC)

Besonders bei älteren Menschen kann die Aufnahme von Vitamin B12 aus Lebensmitteln beeinträchtigt sein. Deshalb kann bei entsprechenden Risikofaktoren eine ärztliche Kontrolle sinnvoll sein. (OD Content Management System)

Wichtig: Nahrungsergänzungsmittel sollten nicht pauschal empfohlen werden. Ob eine Supplementierung sinnvoll ist, hängt unter anderem von Ernährung, Blutwerten, Alter und individuellen gesundheitlichen Faktoren ab.

2. Schlaf: Erholung für Gehirn und Nervensystem

Schlaf ist weit mehr als eine Pause vom Alltag.

Forschungsarbeiten zeigen, dass Schlaf und Wachzustand mit unterschiedlichen Aktivitäten der Oligodendrozyten und mit Prozessen der Myelinbildung verbunden sind. Besonders aus experimentellen Untersuchungen gibt es Hinweise darauf, dass Schlaf für die Myelinregulation eine wichtige Rolle spielt. 

Das bedeutet nicht, dass eine bestimmte Anzahl von Schlafstunden automatisch „mehr Myelin“ erzeugt.

Es zeigt aber, wie wichtig regelmäßiger und ausreichender Schlaf für die allgemeine Gehirngesundheit ist.

Für die meisten Erwachsenen sind regelmäßige Schlafzeiten und eine ausreichende Schlafdauer sinnvoll.

myelin
3. Lernen hält das Gehirn aktiv

Eine neue Sprache lernen, ein Instrument spielen, tanzen oder eine neue sportliche Bewegung erlernen: Unser Gehirn verändert sich ständig.

Diese Fähigkeit wird als Neuroplastizität bezeichnet.

Auch die Myelinisierung kann mit Lernprozessen zusammenhängen. Untersuchungen zeigen beispielsweise, dass das Erlernen neuer motorischer Fähigkeiten mit Veränderungen der Myelinisierung verbunden sein kann. (PubMed Central (PMC))

Das ist ein weiterer Grund, warum geistige und motorische Herausforderungen auch im Erwachsenenalter interessant sind.

Ein neues Hobby muss dabei nicht kompliziert sein.

Schon das Erlernen einer neuen Fertigkeit kann eine willkommene Herausforderung für das Gehirn darstellen.

4. Bewegung unterstützt Gehirn und Nervensystem

Regelmäßige Bewegung ist ein wichtiger Bestandteil eines gesunden Lebensstils.

Forschung beschäftigt sich zunehmend mit der Frage, wie körperliche Aktivität und motorisches Lernen die Myelinisierung beeinflussen. Besonders für motorisches Lernen und bestimmte Prozesse der Remyelinisierung gibt es interessante Forschungsergebnisse. Gleichzeitig ist die Studienlage nicht so eindeutig, dass man Bewegung als einfache Methode zum „Aufbau von Myelin“ bezeichnen könnte. (

Die praktische Konsequenz ist trotzdem einfach:

Bewegung tut Gehirn und Körper gut.

Ob Spaziergang, Radfahren, Schwimmen, Krafttraining oder Gleichgewichtsübungen – entscheidend ist, dass die Aktivität zum eigenen Alter und Gesundheitszustand passt.

Myelin im Alter: Warum die Nervengesundheit wichtiger wird

Mit zunehmendem Alter verändern sich Gehirn und Nervensystem. Auch die weiße Substanz des Gehirns kann sich verändern.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Myelin im Alter einfach zwangsläufig „zerfällt“.

Vielmehr handelt es sich um komplexe biologische Veränderungen, bei denen unter anderem Gefäßgesundheit, Stoffwechsel, Entzündungsprozesse, körperliche Aktivität und andere Faktoren eine Rolle spielen.

Deshalb lohnt es sich auch im höheren Lebensalter, die allgemeine Gesundheit des Nervensystems zu unterstützen.

Vitamin B12 im Alter besonders beachten

Vitamin B12 verdient bei älteren Menschen besondere Aufmerksamkeit.

Mit zunehmendem Alter können Veränderungen des Magens die Aufnahme von Vitamin B12 aus Lebensmitteln erschweren. Auch bestimmte Erkrankungen und Medikamente können die Versorgung beeinflussen. (OD Content Management System)

Ein Vitamin-B12-Mangel kann neurologische Folgen haben.

Wer beispielsweise an ungeklärten Missempfindungen, Taubheitsgefühlen, Gangunsicherheit oder anderen neurologischen Beschwerden leidet, sollte dies ärztlich abklären lassen.

Eine Blutuntersuchung kann dabei helfen, einen möglichen Mangel zu erkennen.

Von einer vorsorglichen Einnahme hoch dosierter Präparate ohne individuellen Grund lässt sich dagegen nicht pauschal ableiten, dass dadurch die geistige Leistungsfähigkeit oder Myelinisierung verbessert wird. Die Studienlage hierzu ist differenziert. (PubMed)

Herz und Blutgefäße schützen

Was gut für Herz und Blutgefäße ist, ist auch für das Gehirn wichtig.

Bluthochdruck, Diabetes und andere Gefäßrisiken können die Gesundheit des Gehirns beeinflussen. Deshalb gehören Blutdruck, Blutzucker, Bewegung, Ernährung und ein gesundes Körpergewicht zu den wichtigen Faktoren einer langfristigen Prävention.

Wer bereits an Bluthochdruck oder Diabetes leidet, sollte diese Erkrankungen gemeinsam mit dem behandelnden Arzt gut einstellen lassen.

Was hat chronische Entzündung mit Myelin zu tun?

Entzündungsprozesse spielen bei verschiedenen Erkrankungen des Nervensystems eine wichtige Rolle.

Auch die Zellen, die Myelin bilden und erhalten, können durch entzündliche Prozesse beeinflusst werden.

Daraus sollte allerdings nicht die Aussage abgeleitet werden, dass eine bestimmte „entzündungshemmende Ernährung“ Erkrankungen des Nervensystems verhindern oder Myelin reparieren kann.

Eine Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Nüssen, Hülsenfrüchten und – je nach Ernährungsweise – Fisch passt jedoch grundsätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung.

Gehirn und Nervensystem ein Leben lang fordern

Vielleicht ist eine der interessantesten Erkenntnisse der modernen Neurowissenschaft, dass unser Gehirn nicht einfach statisch ist.

Es kann sich verändern.

Neue Bewegungen, neue Denkaufgaben, soziale Kontakte und das Erlernen neuer Fähigkeiten sorgen für unterschiedliche Formen geistiger und körperlicher Aktivität.

Dabei geht es nicht darum, das eigene Gehirn ständig zu optimieren.

Es geht vielmehr darum, aktiv zu bleiben.

Ein Spaziergang, ein Gespräch, ein neues Rezept, ein Instrument, ein Buch oder das Erlernen einer neuen Fähigkeit können kleine, aber wertvolle Bestandteile eines aktiven Lebens sein.

Fazit: Myelin braucht keine Wunderkur

Myelin ist ein faszinierender Bestandteil unseres Nervensystems. Die Myelinscheide ermöglicht eine schnelle Weiterleitung von Nervensignalen und spielt damit eine wichtige Rolle für Bewegung, Koordination und verschiedene Funktionen des Gehirns.

Doch es gibt keinen einzelnen Trick, mit dem man Myelin einfach „stärken“ kann.

Viel sinnvoller ist ein ganzheitlicher Blick auf die Gesundheit:

ausgewogen essen, ausreichend schlafen, regelmäßig bewegen, geistig aktiv bleiben und gesundheitliche Risikofaktoren ernst nehmen.

Besonders wichtig ist es, einen möglichen Vitamin-B12-Mangel oder andere gesundheitliche Ursachen bei entsprechenden Beschwerden ärztlich abklären zu lassen.

Myelin ist kein Wundermittel für ein leistungsfähiges Gehirn.

Aber es ist ein faszinierender Teil unseres Nervensystems – und ein guter Anlass, sich um die eigene Gehirn- und Nervengesundheit zu kümmern.


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